BEA meets WindEnergy Hamburg – Technik, Energiewende und Karrierechancen hautnah
Wo stehen wir hinsichtlich der globalen Energiewende? Für unsere Schülerinnen, Schüler und Studierenden gab es darauf eine konkrete Antwort: mittendrin!
Am 24. September 2026 machten sich gleich drei Klassen der BEA – Berufliche Schule Energietechnik Altona auf den Weg zur WindEnergy Hamburg 2026: die Technikerklassen TF5 und TH5 sowie die AT34B, eine Klasse angehender Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik. Ziel war nicht irgendein Messetag, sondern ganz bewusst der erste der beiden Recruiting Days der Weltleitmesse der Windindustrie. (WindEnergy Hamburg)
Und der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können.
Vom 22. bis 25. September wurde Hamburg zum internationalen Treffpunkt der Onshore- und Offshore-Windbranche. Mehr als 1.600 Aussteller und über 43.000 Teilnehmende aus rund 100 Ländern wurden erwartet. Auf gut 83.000 Quadratmetern in elf Messehallen präsentierte sich die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergie – von Anlagen- und Komponentenherstellern über Netzintegration und Digitalisierung bis zu Offshore-Technik, Energiespeicherung und Wasserstoff.
Die Schnittstellen zwischen der Windenergiebranche und der Weiterbildung an der BEA sind enorm. Unsere Staatlich geprüften Technikerinnen und Techniker beschäftigen sich mit elektrischer Energieversorgung und -verteilung, dezentraler Energieerzeugung, elektrischen Maschinen und Antriebssystemen sowie Steuerungs-, Regelungs- und Automatisierungstechnik. Ebenso Planung, Projektierung, Inbetriebnahme und Instandhaltung gehören zum Berufsprofil sowie die Übernahme von Projekt- und Teamverantwortung. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die Regenerativen Energien.
Auch für unsere Automatisierer: Technik zum Anfassen
Damit war die Messe auch für die AT34B ein spannender Lernort. Die angehenden Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik konnten erleben, wie vielfältig ihre beruflichen Kompetenzen in einer Zukunftsbranche eingesetzt werden.
Wo Anlagen automatisch auf wechselnde Betriebsbedingungen reagieren, Messwerte erfasst und verarbeitet, Fehler erkannt, Prozesse visualisiert und komplexe technische Systeme miteinander vernetzt werden, sind unsere Fachkräfte gefragt.
So wurde aus Unterrichtsinhalten industrielle Praxis – und sicher für einige auch eine ganz konkrete Vorstellung davon, wohin der eigene berufliche Weg nach der Ausbildung führt.
Recruiting Day: Aus Messebesuch wird Karrierechance
Besonders spannend wurde der Besuch durch den Recruiting Day. Am 24. und 25. September widmete die WindEnergy Hamburg einen eigenen Bereich in Halle B3 gezielt den Nachwuchs- und Fachkräften. Unternehmen und Verbände präsentierten dort Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten; hinzu kamen ein Recruiting Forum, eine Jobwall und vor allem die Gelegenheit, unmittelbar mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Der Fachkräftebedarf in der stark wachsenden Windenergiebranche ist hoch – entsprechend gezielt bringt die Messe qualifizierte Nachwuchskräfte und Unternehmen zusammen.
Für einige Studierende unserer Technikerklassen war der Messebesuch deshalb weit mehr als eine Exkursion.
Sie hatten ihre Bewerbungsunterlagen gleich mitgebracht.
Es wurden Kontakte geknüpft, Bewerbungsunterlagen übergeben und erste Gespräche über konkrete berufliche Perspektiven geführt.
Energiewende braucht Fachkräfte – und unsere Schülerinnen und Schüler gehören dazu.
Der Besuch machte noch etwas deutlich: Die Energiewende ist nicht nur ein politisches oder technologisches Großprojekt. Sie braucht Menschen, die Anlagen planen, automatisieren, in Betrieb nehmen, überwachen, warten und weiterentwickeln.
Genau hier treffen die Kompetenzen unserer Schülerinnen, Schüler und Studierenden auf einen enormen Bedarf der Branche.
Für eine Schule, an der Energie- und Automatisierungstechnik zu den Kernkompetenzen gehören und Nachhaltigkeit fest im Schulprofil verankert ist, könnte die Verbindung kaum passender sein.
Ein großes Dankeschön an SeaRenergy!
Dass unsere Schülerinnen, Schüler und Studierenden diese Zukunftsbranche so unmittelbar erleben konnten, ist auch der Unterstützung aus der Praxis zu verdanken.
SeaRenergy hat unsere Exkursion freundlicherweise unterstützt und die begleitenden Lehrkräfte der Technikerklassen, Steffen Kollecker und Kerstin Köntopf, zur WindEnergy Hamburg eingeladen. Dafür sagen wir insbesondere Herrn Felix Volkmann und Frau Hannah Gutsche ganz herzlich: Vielen Dank!
Das Hamburger Unternehmen ist international im Offshore-Windbereich tätig und begleitet Projekte mit Engineering-, Projekt- und technischen Dienstleistungen über verschiedene Phasen des Lebenszyklus von Offshore-Windprojekten hinweg. (Searenergy)
Gerade solche Kontakte zwischen Schule und Wirtschaft sind für berufliche Bildung besonders wertvoll. Sie machen aus Unterricht berufliche Realität und zeigen jungen Fachkräften, dass die Kompetenzen, die sie bei uns erwerben, außerhalb des Klassenzimmers ganz konkret gefragt sind.
Nach einem Tag voller Technik, Gespräche, neuer Eindrücke und vielleicht sogar erster Schritte in Richtung eines neuen Arbeitsplatzes stand deshalb fest:
Die Energiewende findet nicht irgendwann statt. Sie passiert jetzt. Und unsere Schülerinnen, Schüler und Studierenden können sie mitgestalten.
BE A part of the energy transition!