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Fachschule Technik

BE A technician

Staatlich geprüfte(r) Technikerin/Techniker

Fachrichtung Elektrotechnik
Schwerpunkt: Energietechnik und Prozessautomatisierung

Tagesform (Vollzeitform) Dauer 2 Jahre
Abendform (Teilzeitform) Dauer 3 Jahre

Tel.: 040 / 428 11 1740  Frau Grönwoldt
Tel.: 040 / 428 11 3212  Herr Geldmacher

Fax: 040 / 428 11 1751

Tagesform (mehr Info)

Abendform (mehr Info)

Fachbereiche

Der Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung ist gekennzeichnet durch die Begriffe Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung der elektrischen Energie. Die ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Erzeugung und Nutzung der Energie ist nur mit Hilfe komplexer Automatisierungssysteme möglich, die wiederum häufig nur mit komplexen Datenverarbeitungsanlagen realisierbar sind. Der Energietechniker steht damit vor einem umfassenden Bereich, der zudem noch durch viele angrenzende Fachgebiete ergänzt wird.

Für die Bearbeitung und Lösung konkreter Aufgaben und Probleme der Praxis werden neben Grundlagenwissen auch tiefergehende Kenntnisse vermittelt. Im folgenden werden beispielhaft Themenbereiche der Ausbildung genannt.

Bereich Erzeugung von elektrischer Energie
Primärenergie, Sekundärenergie, Regenerative Energie
Prinzip eines Wärme- und Kernkraftwerkes, Kraft-Wärmekopplung
Rauchgasreinigung – Kühlverfahren

Bereich Übertragung von elektrischer Energie
Höchst-, Hoch- und Mittelspannungsnetze
Umspannwerke
Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
Kopplung von Netzen verschiedener Frequenzen, Netzformen

Bereich Niederspannungsanlagen
Es werden Kenntnisse für die Projektierung von Niederspannungsanlagen vermittelt, wobei die einschlägigen DIN VDE-Vorschriften und die Technischen Anschlussbedingungen beachtet werden.

  • Aufbau des VDE-Vorschriftenwerkes, Gliederung DIN VDE 0100
  • Netzaufbau, Niederspannungsschaltgeräte
  • Schutz von Leitungen gegen Überlast und Kurzschluss
  • Bemessung elektr. Leitungen, DIN VDE 0100 und DIN VDE 0298
  • Berechnung von Spannungsabfällen auf offenen Leitungen und auf Ringleitungen
  •  Berechnung von Kurzschlussströmen, DIN VDE 0102
  •  Selektivität
  • Netzrückwirkungen
  • Blindleistungskompensationsanlagen
  • Schutzmaßnahmen
  • Projektierung von Niederspannungsanlagen mit professionellen PC-Programmen

 

Bereich Antriebstechnik

Es werden z.B. Kenntnisse für die Wartung, Inbetriebnahme und Projektierung von Antriebssystemen für den kleinen und mittleren Leistungsbedarf vermittelt. Ein Antriebssystem besteht in der Regel aus einem elektronischen Gerät zur Leistungs- und Drehzahlsteuerung, der elektrischen Maschine und der angetriebenen Last. So wird z.B. die Drehzahl eines Lüftermotors mit Hilfe eines Frequenzumrichter gesteuert. Eine konkrete Aufgabenstellung für ein solches Antriebssystem ist z.B. die Parametrierung und die Auswahl des Frequenzumrichters und die Dimensionierung des Motors. In zunehmendem Maße werden Produktions- und Transportsysteme automatisiert. Die Antriebssysteme werden daher in die Automatisierungstechnik eingebunden. Neben Steuerungs- und Regelungstechnik, Leistungselektronik und Datenverarbeitungstechnik gehört somit auch die Antriebstechnik zur Automatisierungstechnik.

In der Steuerungstechnik hat sich die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), in der Regelungstechnik der Industrieregler durchgesetzt. Steuerungen in Anlagen können heute mit der SPS kostengünstig errichtet werden. Wartung, Fehlersuche und Änderungen im Steuerungsablauf sind einfach zu realisieren. Die SPS beherrscht neben den Verknüpfungssteuerungen, Zeitstufen und Zählern auch Ablaufsteuerungen (Schrittketten) zur Steuerung von komplexen Prozessen, sowie Wort- und Analogverarbeitung zur Erfassung von physikalischen Größen wie Mengen, Gewichte, Temperaturen, etc.

Da die SPS in der Lage ist viele Informationen aus der gesteuerten Anlage zu verarbeiten, können Produktions- und Transportanlagen sicherer gemacht werden. Durch Bus-Systeme wie AS-Interface und Profibus können SPS’en vernetzt und Anlagen dezentral gesteuert und überwacht werden. Mit Hilfe von Visualisierungssystemen können Anlagendaten in Warten grafisch auf Displays oder Monitoren dargestellt werden.

In der Ausbildung werden die folgenden Themenbereiche der Steuerungs- und Regelungstechnik vertieft:

  • Verknüpfungssteuerungen am Beispiel von Maschinensteuerungen
  • Kennenlernen von Sicherheitskonzepten, Beachtung der entsprechenden Normung, DIN VDE 0113
  •   Konzeption und Planung einer Anlage, Pflichtenheft
  • Dokumentationsunterlagen, AWL, KOP, FUP, sowie AS und ST nach IEC 61131-3
  • Ablaufsteuerungen, lineare und verzweigte Schrittketten, Erstellung von Funktionsplänen nach DIN VDE 40719
  • Wortverarbeitung: Programmierung von Zählern, Vergleichern und anderen arithmetischen Befehlen
  • Analogverarbeitung: Drehzahlerfassung von Maschinen mit Tachogeneratoren
  • Aufbau und Wirkungsweise einfacher Regelkreise einschließlich der Komponenten Stell- und Messglieder
  •  Simulation der Regelung auf dem PC
  •  Einsatz komfortabler Software mit Hardwarekopplung zum realen Prozess
  • Praktische Erprobung unterschiedlicher Regler und verschiedener Optimierungsverfahren
  •  Auswahl und Einsatz geeigneter Sensoren und Aktuatoren zur Lösung konkreter Automatisierungsaufgaben
  • Rechnergestützte Messdatenerfassung und Auswertung der Messungen
  • Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse
  • Konfiguration und Parametrierung digitaler Industrieregler nach den Mess- und Simulationsergebnissen
  • Inbetriebnahme einfacher Regelkreise
  • Erprobung komplexerer Regelkreisstrukturen
  •  Entwicklung und Erprobung von Prozessvisualisierungs- und Bedienungs- Bildschirmdarstellungen

Zur Verfügung stehen praxisgerechte Steuer- und Regelstrecken für Temperatur-, Füllstand-, Drehfrequenz-, Drehmoment- und Positionsregelungen. Busfähige SPS´en und digitale Industrieregler mit Firmware zur Inbetriebnahme und PC’s mit Einsteckkarten zur Prozessankopplung. Software zur Simulation und zur Prozess-steuerung und -visualisierung.

Die Leistungselektronik dient der stufenlosen Anpassung von physikalischen Größen wie Drehmoment, Drehzahl, Temperatur, Druck u.a. an einen Fertigungsprozess. Dabei wird dem Netz Energie entnommen, in Betriebsmitteln der Leistungselektronik wie Stromrichter, Frequenzumrichter, Steller u.a. aufbereitet und dem Verbraucher wie Motoren, Heizungen, Ladevorrichtungen u.ä. zugeführt. Es handelt sich hier um die Möglichkeit der statischen Energieumformung mit Hilfe einer Vielzahl von verschiedenen Leistungshalbleitern. Eine große Bedeutung kommt der Leistungselektronik ebenfalls in der Aufbereitung alternativer Energien wie Solar- und Windenergie für die Netzaufbereitung und –einspeisung zu.

  • Gleichstromantriebe
    Feld- und Ankerstromrichter von der halbgesteuerten Einphasenbrücke bis zur vollgesteuerten Drehstrombrücke.
  • Drehstromantriebe
    Drehstromasynchronmaschinen mit verschiedenen Anlassschaltungen und Softstartern. Wechselstromsteller, Drehstromsteller Drehzahlsteuerung mit Frequenzumrichtern. Frequenzumrichtertechnik und Peripherie
  • Energieumwandlung
    Netzgeführte Gleich-, Wechsel- und Umrichter. Selbstgeführte Wechsel- und Pulswechselrichter Gleichstromumrichter mit Hoch- ,Tiefsetzstellern und Umschwingkreistechnik. Netzgeräte: konventionell, sekundär und primär getaktet.
  • Alternative Energien
    Photovoltaik: Solarzellen, Ladereglertechnik konventionell und mit MPPT-Ladereglerverfahren, Energiespeicherung, Netzeinspeisetechniken Windenergie: Techniken und Netzeinspeiseverfahren
  • Energetische Verhältnisse
    Blindleistungsdefinitionen bei Phasenanschnittssteuerungen, Oberwellen.

In der Industrie sind die Bereiche Steuerungs-, Regelungs- und Antriebstechnik sowie die Datenverarbeitung und Leistungs-elektronik zur Automatisierungstechnik zusammengewachsen. Anlagen können heute nur beherrscht werden, wenn der Fachmann auf allen erwähnten Gebieten Kenntnisse hat.
Im Rahmen von Vertiefungskursen wird in der Technikerausbildung an einer automatisierten Anlage fächerübergreifend und handlungsorientiert unterrichtet.

  • Die Steuerung wird in bestimmten Teilen optimiert (Programmänderung und -ergänzung)
  • Sensoren werden ausgetauscht und justiert (Wartung)
  • Von numerisch gesteuerten Transporteinheiten werden Verfahrdaten ermittelt und einprogrammiert (Teaching)
  •  Arbeitsstationen werden mit modernen Bus-Systemen in den Gesamtablauf eingebunden (Modernisierung)
  •  Steuerungsabläufe werden mit Visualisierungssystemen optisch am PC dargestellt

Die Erarbeitung der Inhalte geschieht arbeitsteilig in Schülerteams. Auf die entsprechende Präsentation vor der Klasse wird Wert gelegt. Neben dem fachlichen Wissen werden so auch Schlüsselqualifikationen wie Sozialkompetenz, Medienkompetenz und Teamfähigkeit vermittelt.

Zulassung, Anmeldetermine und Kosten

 

Studienbeginn:   01.02. und 01.08. eines Jahres

Meldefristen :     31.03. und 31.10. eines Jahres, jeweils 4 Monate vor Studienbeginn

 

Voraussetzungen:

  • Berufsschulabschluss
  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Elektroberuf des Handwerks oder der Industrie
  • Regelausbildungszeit plus einschlägige Berufspraxis im elektrotechnischen Bereich, mindestens 4 1/2 Jahre

 

Ausnahmeregelungen:

Zur Ausbildung kann auch zugelassen werden, wer

  • eine andere Berufsausbildung abgeschlossen und mindestens sieben Jahre eine für die Ausbildung zum Techniker förderliche Berufstätigkeit ausgeübt hat

oder

  • eine abgeschlossene Ausbildung zur staatlich geprüften Assistentin bzw. zum staatlich geprüften Assistenten im Berufsfeld Elektrotechnik plus 3 Jahre einschlägige Berufstätigkeit geleistet hat.

 

Überschreitet die Zahl der Bewerbungen die Zahl der Studienplätze, so erfolgt die Aufnahme in der Reihenfolge der Be­werbungseingänge. Überzählige Bewerber werden automatisch auf einer Warteliste für den nächstmöglichen Ter­min vor­gemerkt.

 

Kosten:

Seit dem 01.02.2001 wird von

  • Teilnehmern an Umschulungsmaßnahmen der Arbeitsverwaltung,
  • Teilnehmern an Reha-Maßnahmen der Reha-Träger und
  •  Teilnehmern an Berufsförderungsmaßnahmen der Bundeswehr

ein Kostenbeitrag von 76,- € pro Stunde und Halbjahr erhoben. Die Kosten werden vom Maßnahmeträger übernommen.

Für Bücher, Fachzeitschriften, Rechner, Industrieapplikationen, Projektmaterial und Kopien entstehen Kosten von etwa 1000,- €. Schulgeld und Prüfungsgebühren werden nicht erhoben.

Bewerbungsunterlagen

Der Bewerbung müssen beigefügt werden:

  • Anmeldeformular oder formloser Aufnahmeantrag
  • Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis der Berufsschule
  • Facharbeiter- oder Gesellenbrief
  • Tätigkeitsnachweis(e) über die Berufspraxis im elektrotechnischen Bereich (diese müssen spätestens zum ersten Schultag vorliegen)
  • Bescheinigung des Arbeitgebers (nur für Abendschüler)
  • Krankenversicherungsnachweis

Die Unterlagen müssen beglaubigt sein. Bei Vorlage der Originale und Kopien wird die Richtigkeit der Kopien vom Schulsekretariat bestätigt.

Anmeldeformular Vollzeit

Anmeldeformular Teilzeit

Zusätzliche Qualifikationen

Nach Bestehen der Abschlussprüfung und erfolgreicher Teilnahme am Unterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife wird die Fachhochschulreife zuerkannt. Die Zuerkennung erfolgt durch einen Vermerk im Abschlusszeugnis. Dieses Zeugnis berechtigt in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland zum Studium an Fachhochschulen.

Die Schule erfüllt die Bedingungen der Anlage zur zweiten Verordnung über die Anerkennung von Prüfungen bei Ablegung der Meisterprüfung im Handwerk vom 14.08.1973 (Anerkennung des fachtheoretischen Teils der Meisterprüfung).

Ferner ist es möglich, die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung an der Schule zu absolvieren. Der Kurs kann mit der Handelskammerprüfung abgeschlossen werden.

Finanzielle Förderung

Zuständige Einrichtung für Bafög
Elbcampus Kompetenzzentrum
Handwerkskammer Hamburg

Zum Handwerkszentrum 1
21079 Hamburg

Tel.: 040 35905-389
Fax: 040 35905-390
E-Mail: afbg@hwk-hamburg.de

Öffnungszeiten

Mo-Do 8.30 – 16.30 Uhr, Fr 8-16 Uhr

Maßnahmen nach dem
Aufstiegsfortbildungs-
förderungsgesetz (AFBG)

Handwerkskammer Hamburg
Goetheallee 9
– Geschäftsstelle AFGB –
22765 Hamburg

Tel.:(040) 35905  -387 Frau Rave
-388 Frau Kanth
-389 Frau Grönda
Sprechzeiten: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr

Investitionsbank Schleswig-Holstein
Fleethörn 29-31
24103 Kiel

Tel.:(0431) 9905 444

Bezirksregierung Hannover
– Dezernat 203 –
Postfach 203
30002 Hannover

Tel.:(0511) 106  -7481 Herr Narten
-7488 Frau Riehl