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FST-Marktplatz der Facharbeiten Sommer 2026

Dienstag, 16. Juni 2026 11.15 -13.15 im 4.OG der BEA

Die Facharbeiten sind der Höhe- und Glanzpunkt in jedes Staatlich geprüften Technikers Weiterbildungsmaßnahme. Hier zeigen alle Anwärter in monatelanger Ausarbeitung den Transfer der erlernten Inhalte auf ein individuelles Projekt aus unterschiedlichen Schwerpunktbereichen der Fachschule für Technik.

Die Betreuer der Facharbeiten schlagen aus jedem Abschlusssemester die herausragendsten Facharbeiten für die Ausstellung auf dem Marktplatz der Facharbeiten vor. Aus diesen Facharbeiten werden die besten drei bei der feierlichen Verabschiedung der Techniker am Freitag, 03. Juli, gekürt werden. Diesjährige Juroren sind Herr Fabian Weindel und sein Kollege von der Firma BuildlinX, die für das aktuelle Abschluss-Semester die Sachpreise stiftet. Herzlichen Dank, an dieser Stelle, für diese tolle Kooperation!

Lesen Sie hier die Exzerpte der vier Arbeiten der Studenten Robin Wolfram, Sebastian Münster, Julian Salzig und Christian Stellmacher, die es es durch ihre Innovationen in die finale Auswahl schafften:

Entwicklung eines labortauglichen Sanftanlaufgerätes zur Nutzung als Lehrmittel (Robin Wolfram)

In den vergangenen Jahren hat das Verständnis für Elektromotoren einen erhöhten Stellenwert gewonnen. So entfallen ca. 46% des europäischen Stromverbrauchs auf Elektromotoren (Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie, 2025).
Ein Bestandteil der Weiterbildung zum Techniker sind Anlaufverfahren eines Drehstrom-Asynchron-Motors. An den Laborständen können sich die Lernenden im Unterricht mit dem Stern-Dreieck-Anlauf und dem Start mittels FU tiefer beschäftigen. Jedoch fehlt eine entsprechende Laborausstattung mit einem Sanftanlaufgerät.
Das Ziel der Facharbeit besteht darin, ein dem Kap. 1.2 entsprechen des Sanftanlaufgerät auszuwählen und dieses labortauglich in den Prüfstand einzubinden. Zudem sollen mit diesem Gerät Versuche durchgeführt und dokumentiert werden, welche zur Vorbereitung einer Unterrichtseinheit nutzbar sind. Hierbei soll eine Reduktion des Motoranlaufstromes durch das Sanftanlaufverfahren gegenüber dem Direktstartverfahren nachgewiesen werden.

Optimierungen an der Nettoverwiegung Pas09 (Sebastian Münster)Schüler bei der Präsentation einer facharbeit

Die Facharbeit von Herrn Münster befasst sich mit der Verbesserung der Gesamtsituation an der Nettoverwiegung von Kaffee. Die zentrale Fragestellung dieser Facharbeit lautet: Wie kann die Nettoverwiegung bis zum so weiterentwickelt werden, dass die Störungen spürbar reduziert werden? Gemessen werden soll dies über die Frequenz der Wiegehäufigkeit im Regelbetrieb. Die Wiegehäufigkeit soll durch die Reduzierung der Störungen um mindestens 10% erhöht werden. Parallel dazu soll die Zufriedenheit der Anlagenbediener mit den Ergebnissen dieser Facharbeit gemessen und durch einen Fragebogen messbar gemacht werden. Dabei ist eine Zufriedenheit von mindestens 80% anzustreben.

Entwicklung und Realisierung einer mobilen PQ-Messanlage mit erweiterten Funktionen (Julian Salzig)

Das Thema der dieser Facharbeit ist die Entwicklung und Realisierung einer mobilen PQ-Messanlage mit erweiterten Funktionen. Ausgangspunkt bildet der betriebliche Bedarf an einer flexiblen Mes

slösung, die an unterschiedlichen Einsatzorten verwendet werden kann und dabei über die Möglichkeiten marktüblicher Standardgeräte hinausgeht. Neben der Entwicklung des technischen Konzepts steht auch die praktische Umsetzung einer einsatzfähigen Anlage im Mittelpunkt der Arbeit. Dabei soll insbesondere untersucht werden, wie eine flexible und mobile Messlösung realisiert werden kann, die eine direkte Anbindung an das firmeneigene Leitsystem ermöglicht und zusätzliche Funkt

ionen wie Vergleichs- und Simulationsmöglichkeiten bereitstellt. Damit ergibt sich die Fragestellung: Inwiefern kann eine eigenentwickelte, mobile PQ-Messanlage durch individuelle, technische Funktionen und eine erweiterte Systemintegration einen Mehrwert gegenüber bestehenden Standardlösungen bieten?

Feinstaubreduktion im 3D-Druck: Bau einer sicheren Druckumgebung  (Christian Stellmacher)

Die fortschreitende Integration der additiven Fertigung in industriellen und privaten Sektoren sowie in modernen Bildungseinrichtungen bietet eine enorme gestalterische Flexibilität, bringt jedoch spezifische Herausforderungen im Bereich des Umwelt- und Arbeitsschutzes mit sich. Aus technischer Perspektive ergibt sich die Problemstellung, dass leistungsstarke 3D- Drucksysteme wie der Bambu Lab X1C beim Verarbeiten von Polymeren wie PLA und ABS gesundheitsgefährdende Emissionen in Form von Ultrafeinstaub (UFP) und flüchtigen orga- nischen Verbindungen (VOCs) freisetzen. In unzureichend belüfteten Labor- und Schulungsräumen stellt dies ein signifikantes Risiko dar. Ziel und Motivation dieser Arbeit ist es, eine technische Lösung zu entwickeln, die über ein rein passives Gehäuse hinausgeht und stattdessen eine aktive, intelligente Schnittstelle zwischen Menschen und Maschine bildet.
Die zentrale Arbeitshypothese dieser Facharbeit besagt, dass durch die Implementierung eines aktiven Zwei-Zonen-Klimamanagements sowohl die Betriebssicherheit der Steuerungselektronik als auch die Einhaltung der Raumluftqualität einer Betriebsstätte gewährleistet werden können.

Wir drücken alles Kandidaten die Daumen für die Prämierung der besten Facharbeit Sommer 2026!